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Kürzung der Bonuszahlungen wird von VW-Vorstand akzeptiert

Der Konzernvorstand von Volkswagen hat sich dazu bereit erklärt, bei den Bonuszahlungen für die Topmanager Reduktionen zu akzeptieren. Nach längeren Diskussionen stimmt mit dem Vorstand dem Aufsichtsrat überein, „dass angesichts der aktuellen Lage des Unternehmens ein Zeichen auch bei der Vorstandsvergütung gesetzt werden muss“. Wie hoch die Reduktionen sein sollen, darüber ist bisher nichts bekannt. Vor allem die Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen forderten im Aufsichtsratspräsidium von VW deutliche Kürzungen der Bonuszahlungen.

Der Konzernvorstand von Volkswagen hat sich dazu bereit erklärt, bei den Bonuszahlungen für die Topmanager Reduktionen zu akzeptieren. Nach längeren Diskussionen stimmt mit dem Vorstand dem Aufsichtsrat überein, „dass angesichts der aktuellen Lage des Unternehmens ein Zeichen auch bei der Vorstandsvergütung gesetzt werden muss“. Wie hoch die Reduktionen sein sollen, darüber ist bisher nichts bekannt. Vor allem die Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen forderten im Aufsichtsratspräsidium von VW deutliche Kürzungen der Bonuszahlungen. Obwohl VW bereits vor Beginn der Sitzung die Bereitschaft zeigte auf Teile der vertraglich vereinbarten Bonuszahlungen zu verzichten, waren die Vorstände nicht in der Lage sich auf eine gemeinsame Erklärung zu verständigen. Endgültig wird am 22. April der gesamte Aufsichtsrat die Höhe der Zahlungen festlegen. Nachdem Vorstandschef Matthias Müller von einem Skoda-Festakt in Mlada Boleslav in Tschechien zurückgekehrt war, traf sich der Konzernvorstand am vergangenen Dienstag. Müller gab den anderen Vorstandsmitgliedern Informationen über den derzeitigen Stand bezüglich der Bonus-Diskussion. Bereits 2015 setzte sich der Konzernchef für eine spürbare Kürzung der Boni ein: „Auch hier muss die Unternehmensspitze Vorbild sein“, äußerte er sich vergangenes Jahr.

Nachdem sowohl von dem Aufsichtsrat als auch der Öffentlichkeit früh Druck ausging, zeigte sich auch relativ früh, dass die Spitzenmanager bereit sind von einem Teil der variablen Vergütung abzusehen. Details der Beratungen würde nicht kundgemacht, wie ein Sprecher des Konzerns nach der Sitzung erklärte.

Momentan besteht der VW-Konzernvorstand aus acht Männern und einer Frau, wovon der Großteil erst seit kurzer Zeit im Amt ist. Erfahrungen an der VW-Spitze können nur vier Männer vorweisen: Audi-Chef Rupert Stadler, Winterkorn-Nachfolger Matthias Müller, Einkaufschef Francisco Javier Garcia Sanz sowie China-Vorstand Jochen Heinzmann. Bewilligen musste auch Ex-Konzernchef Winterkorn, der wegen des Abgasskandals zwar sein Amt niederlegen musste, aber noch weiter sein Gehalt bezieht, bis der Vertrag regulär ausläuft. Das „Handelsblatt“ legte dar, dass Winterkorn bereit sei auf Teile seiner Bonuszahlungen zu verzichten.

Ursprünglich für März geplant war die Vorlage der Bilanz von Volkswagen. Durch die noch unklaren finanziellen Belastungen aufgrund des Abgasskandals wird die Bilanz erst am 28.April offengelegt. In der Bilanz werden auch die Aufstellungen zu den Vorstandvergütungen zu finden seien.

Der Rückruf des, vom Abgasskandal betroffenen, VW-Passats in die Werkstätten und die technischen Nachrüstungen scheinen für VW allerdings bereits das nächste große Problem darzustellen.

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